Lösungen zum Kapitel „Betriebsabrechnungsbogen"

Lösung zur Aufgabe 4.3.1

Betriebsabrechnungsbogen:

Kalkulationsschema:

Beschreibung des Lösungswegs:

  1. Im ersten Schritt werden die Steuern und Abschreibungen entsprechend den in der Aufgabenstellung angegebenen Verhältnissen in den BAB eingetragen.
  2. Es erfolgt die Summenbildung der Gemeinkosten für die vier Kostenbereiche.
  3. Nun werden die Zuschlagsgrundlagen im Materialbereich (Fertigungsmaterial = 49.600) und im Fertigungsbereich (Fertigungslöhne = 61.000) in den BAB eingetragen.
  4. Danach können die Zuschlagsätze für diese beiden Bereiche gebildet werden.
  5. Da für den Verwaltungs- und Vertriebsbereich die Herstellkosten als Zuschlagsgrundlage gelten, werden diese jetzt im Kalkulationsschema ermittelt und danach in den BAB eingetragen (Herstellkosten = 171.700).
  6. Nun können auch die Zuschlagsätze für den Verwaltungs- und Vertriebsbereich ermittelt werden.
  7. Im letzten Schritt wird das Kalkulationsschema um die Verwatungs- und Vertriebsgemeinkosten ergänzt und die Selbstkosten der Periode können ermittelt werden.

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Lösungen zum Kapitel „Bestandsveränderungen"

Lösung zur Aufgabe 4.4.1

Beschreibung des Lösungswegs:

  1. Die Konten 469 und 470 werden entsprechend der angegebenen Verhältniszahlen auf die vier Kostenbereiche im BAB verteilt.
  2. Bei Konto 480 (Abschreibungen) sind vor der Verteilung einige Berechnungen erforderlich, da sich die Angaben für Abschreibungen immer auf ein Jahr beziehen, während der BAB monatlich erstellt wird. Berechnung der Gebäude-AfA: 2.400.000 * 0,015 /12 = 3.000. Berechnung Konto 01: 1.000.000 *0,15 / 12 = 12.500. Berechnung Konto 037: 540.000 * 0,1 /12 = 4.500. Insgesamt ergeben sich also Abschreibungen in Höhe von 20.000, die entsprechend den Verhältniszahlen auf die vier Kostenbereiche zu verteilen sind.
  3. Die kalkulatorischen Zinsen ergeben sich durch folgende Berechnung: 4.500.000 * 0,06 / 12 = 22.500. Dieser Betrag ist nun wieder entsprechend der Verhältniszahlen zu verteilen.
  4. Nun können die Summen der Gemeinkosten für die vier Kostenbereiche gebildet werden.
  5. Im Materialbereich werden nun die Materialeinzelkosten und im Fertigungsbereich die Fertigungseinzelkosten als Zuschlagsgrundlage eingetragen und die entsprechenden Zuschlagsätze können gebildet werden.
  6. Da im Verwaltungs- und Vertriebsbereich die Herstellkosten des Umsatzes als Zuschlagsgrundlage gelten, müssen diese nun außerhalb des BAB im Kalkulationsschema ermittelt und dann in den BAB eingetragen werden. Nun lassen sich auch im Verwaltungs- und Vertriebsbereich die Zuschlagsätze bilden.
  7. Zum Schluss wird noch das Kalkulationsschema um die Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten ergänzt um die Selbstkosten des Umsatzes der Periode zu ermitteln.

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Lösungen zum Kapitel „Kalkulation mit Normalzuschlagsätzen"

Lösung zur Aufgabe 4.5.1


Kalkulationsschema:

Beschreibung des Lösungswegs:

  1. Zunächst werden im BAB die Zuschlagsgrundlagen im Material- und Fertigungsbereich eingetragen und die Zuschlagsätze für diese beiden Bereiche berechnet.
  2. Im Verwaltungs- und Vertriebsbereich gelten die Herstellkosten des Umsatzes als Zuschlagsgrundlage, die jetzt zunächst im Kalkulationsschema zu berechnen sind. In der Spalte Istkosten des Kalkulationsschemas werden daher zunächst die Herstellkosten der Produktion ermittelt aus denen unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen die Herstellkosten des Umsatzes errechnet werden. Diese werden dann im BAB in die Spalten Verwaltung und Vertrieb als Zuschlagsgrundlage eingetragen. Nun können auch für diese beiden Kostenbereiche die Ist-Zuschlagsätze ermittelt werden.
  3. Die Spalte Istkosten kann nun im Kalkulationsschema vervollständigt werden, die Selbstkosten des Umsatzes auf Istkostenbasis in Höhe von 411.320 können ermittelt werden.
  4. Nun werden die Normalzuschlagsätze aus der Aufgabenstellung in die entsprechende Zeile des BAB eingetragen
  5. Im nächsten Schritt können nun für den Material- und Fertigungsbereich die Normalgemeinkosten ermittelt werden. Die Berechnung erfolgt durch Multiplikation der Normalzuschlagsätze mit den entsprechenden Zuschlagsgrundlagen. Für den Materialbereich: 122.000 * 0,1 = 12.200. Für den Fertigungsbereich: 84.000 * 1,5 = 126.000
  6. Nun werden im Kalkulationsschema in der Spalte Normalkosten die Herstellkosten des Umsatzes auf Normalkostenbasis ermittelt und diese werden dann als Zuschlagsgrundlage für den Verwaltungs- und Vertriebsbereich in den BAB eingetragen. Jetzt lassen sich auch für diese beiden Bereiche die Normal-Gemeinkosten ermitteln.
  7. Durch Subtraktion (Normalkosten - Istkosten) werden nun die über- bzw. Unterdeckungen für alle vier Bereiche errechnet.
  8. Zum Schluss wird noch die Spalte "Normalkosten" im Kalkulationsschema vervollständigt, so dass sich die Selbstkosten des Umsatzes auf Normalkostenbasis ergeben. Zur Kontrolle können natürlich auch im Kalkulationsschema die über- und Unterdeckungen aller Bereiche ermittelt werden.

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Lösung zur Aufgabe 4.5.2

BAB:


Kalkulationsschema:


Beschreibung des Lösungswegs:

  1. Zunächst werden die Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten als Zuschlagsgrundlage sowie die zugehörigen Ist-Gemeinkosten in die entsprechenden Zeilen des BAB eingetragen.
  2. Im Kalkulationsschema sind dann unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen aus den Ist-Herstellkosten der Produktion die Ist-Herstellkosten des Umsatzes zu berechnen
  3. Die Ist-Herstellkosten des Umsatzes werden in den BAB als Zuschlagsgrundlage für den Verwaltungs- und Vertriebsbereich eingetragen
  4. Die Ist-Zuschlagsätze können nun im BAB ermittelt werden
  5. Nun werden die Normal-Zuschlagsätze in den BAB eingetragen
  6. Für den Material- und Fertigungsbereich können dann auf der Grundlage der Materialeinzel- und Materialgemeinkosten die Normalgemeinkosten ermittelt werden.
  7. Nun müssen vor der Ermittlung der Normalgemeinkosten im Verwaltungs- und Vertriebsbereich im Kalkulationsschema die Herstellkosten des Umsatzes auf der Basis der Normalgemeinkosten im Material- und Fertigungsbereich ermittelt werden.
  8. Jetzt erfolgt die Berechnung der Normalgemeinkosten für den Verwaltungs- und Vertriebsbereich, wobei die Herstellkosten des Umsatzes auf Normalkostenbasis als Zuschlagsgrundlage dienen
  9. Im letzten Schritt wird für die einzelnen Kostenbereiche die über- bzw. Unterdeckung festgestellt, indem die Istgemeinkosten von den Normalgemeinkosten abgezogen werden.

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Lösungen zum Kapitel „Umlageverfahren"

Lösung zur Aufgabe 4.6.1

Stufenleiterverfahren:


Iterationsverfahren:


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Lösung zur Aufgabe 4.6.2

Stufenleiterverfahren:


Block- oder Anbauverfahren:

A1 liefert an die Hauptkostenstellen insgesamt 10.000 LE bei 100.000 € Primärkosten. Eine Leistungseinheit von A1 kostet also 100.000 / 10.000 = 10 €. H1 bezieht von A1 5.000 LE, also werden 5.000 *10 = 50.000 € auf K1 umgelegt. Das Gleiche gilt für K2.

A2 liefert an die Hauptkostenstellen insgesamt 4.000 LE bei 200.000 € Primärkosten. Eine Leistungseinheit von A2 kostet also 200.000 / 4.000 = 50 €. K1 bezieht von A2 1.000 LE, also werden 1.000 *50 = 50.000 € auf K1 umgelegt. K2 bezieht von A2 3.000 LE, also werden 3.000 *50 = 150.000 € auf K2 umgelegt.


Iterationsverfahren:


Im letzten Schritt müssen die noch umzulegenden 250 € im Verhältnis 1 : 3 auf die Kostenstellen K1 und K2 verteilt werden.

Gleichungsverfahren:

1. 20.000 A1 = 100.000 + 1.000 A2
2. 5.000 A2 = 200.000 + 10.000 A1

A1 = 5 + 1/20 A2
5.000 A2 = 200.000 + 10.000 * (5 + 1/20 A2)
5.000 A2 = 200.000 + 50.000 + 500 A2
4.500 A2 = 250.000
A2 = 55,55

Eine Leistungseinheit A2 kostet also 55,55 €.


20.000 A1 = 100.000 + 1.000 * 55,55
20.000 A1 = 155.550
A1 = 7,77

Eine Leistungseinheit A1 kostet also 7,77 €.

K1 bezieht 5.000 LE von A1, erhält also insgesamt von A1 Leistungen im Wert von
7,77 * 5.000 = 38.850

K1 bezieht 1.000 LE von A2, erhält also insgesamt von A2 Leistungen im Wert von
55,55 * 1.000 = 55.550

K2 bezieht 5.000 LE von A1, erhält also insgesamt von A1 Leistungen im Wert von
7,77 * 5.000 = 38.850

K2 bezieht 3.000 LE von A2, erhält also insgesamt von A2 Leistungen im Wert von
55,55 * 3.000 = 166.650


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Lösung zur Aufgabe 4.6.3

1. (11 Punkte)


2. (4 Punkte)

Anbauverfahren:

Der Leistungsaustausch innerhalb der Allgemeinen Kostenstellen, Vorkostenstellen etc. wird vernachlässigt. Die Kosten der Allgemeinen Kostenstellen werden nur auf Hauptkostenstellen und deren Hilfskostenstellen verteilt.

Gleichungsverfahren:

Mithilfe von linearen Gleichungen wird eine gegenseitige Verrechnung der Kosten der Allgemeinen Kostenstellen vorgenommen. Die Anzahl der Gleichungen stimmt mit der Anzahl der Kostenstellen überein.

Iterationsverfahren (Wiederholungsverfahren):

Bei dem Iterationsverfahren werden zunächst die Kosten der ersten Allgemeinen Kostenstelle auf die weiteren Kostenstellen verteilt. Danach wird die Summe der zweiten Allgemeinen Kostenstelle ebenfalls verteilt, wobei aber die erste Allgemeine Kostenstelle wieder berücksichtigt wird. Die Kosten, die die erste Kostenstelle empfangen hat, werden wieder weiterverteilt. Dies geschieht solange bis eine weitere Verteilung wegen des geringeren Betrages nicht mehr sinnvoll ist.

3) (5 Punkte)

Beim Stufenleiterverfahren findet, auch bei gegenseitiger Abgabe von Leistungen der Allgemeinen Kostenstellen, nur eine einseitige Verrechnung der Gemeinkosten statt. Im vorliegenden Fall bedeutet dies, dass die von der Energieversorgung genutzte Fläche nicht der verursachenden Kostenstelle sondern anteilmäßig den Hauptkostenstellen zugerechnet wird. Die entstandenen Kosten werden nicht verursachungsgerecht verteilt. Ein weiteres Problem ergibt sich bei der Reihenfolge der Verteilung innerhalb der Allgemeinen Kostenstellen. Relativ empfängt die Energieversorgung 16,66 % der Leistungen der Kostenstelle Grundstücke und Gebäude, gibt aber 20 % ihrer Leistung an diese Kostenstelle ab. Werden die absoluten Zahlen betrachtet, ändert sich die Reihenfolge der Verrechnung.

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Lösung zur Aufgabe 4.6.4

a. und b. (7 Punkte)


c. (5 Punkte)


d. (4 Punkte)

Der hohe Zuschlagssatz von 500 % deutet darauf hin, dass es sich um ein Unternehmen mit hohem Maschineneinsatz und relativ wenigen Arbeitskräften im Fertigungsbereich handelt. Die Fertigungslöhne sind in einem solchen Fall eine wenig geeignete Zuschlagsgrundlage für die Fertigungsgemeinkosten, da zwischen den meisten Fertigungsgemeinkosten und den Fertigungslöhnen kein Zusammenhang besteht (kalk. AfA, kalk. Zinsen, Reparaturkosten, Energie usw.).

Besser wäre, nur für die Restgemeinkosten (Hilfslöhne, Gehälter, Sozialkosten) die Fertigungslöhne als Zuschlagsgrundlage zu verwenden und die maschinenabhängigen Fertigungsgemeinkosten im Rahmen einer Maschinenstundensatzrechnung auf die Produkte zu verrechnen.

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Lösungen zum Kapitel „Hilfskostenstellen"

Lösung zur Aufgabe 4.7.1


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