Lösungen zum Kapitel „Aufgaben & Systeme der Kostenrechnung“

  1. Unter Einzelkosten versteht man Kosten, die sich den Kostenträgern direkt zurechnen lassen. Hierzu zählen Materialkosten und Fertigungslöhne (Akkordlöhne). Gemeinkosten sind den Kostenträgern nicht direkt zurechenbar wie z.B. Managementgehälter, Abschreibungen, Fremdkapitalzinsen, Grundgebühren für Strom usw.

  2. Von einer Kostenträgerzeitrechnung spricht man, wenn die Kosten für eine Zeitperiode (Monat, Quartal) ermittelt werden. In der Kostenträgerzeitrechnung werden die Kosten für einen, mehrere oder alle Kostenträger für eine Zeitperiode zusammengestellt. Im Rahmen der Kostenträgerstückrechnung (Kalkulation) werden die Kosten pro produzierter Einheit ermittelt.
    Beispiel: Eine Möbelfabrik stellt Tische, Bänke und Stühle her. In einer Kostenträgerzeitrechung werden die Selbstkosten aller im Januar 2007 hergestellten Produkte ermittelt. In einer Kostenträgerstückrechung werden die Selbstkosten eines einzelnen Tisches, einer einzelnen Bank und eines einzelnen Stuhls ermittelt.

  3. Das Verursachungsprinzip besagt, dass die Kosten nur den Kostenstellen und Kostenträgern zuzurechnen sind, von denen sie auch verursacht wurden. Werden die Kosten nach dem Tragfähigkeitsprinzip den Produkten zugerechnet, so erfolgt die Kostenverteilung z.B. im Verhältnis der Marktpreise der Produkte. Erzielt Produkt A einen Marktpreis von 2 und Produkt B einen Marktpreis von 4, so werden die Kosten im Verhältnis 1:2 auf die Produkte A und B verteilt.

  4. Im Rahmen der Vollkostenrechnung werden sämtliche Kosten, also sowohl die fixen wie variablen, den Produkten (Kostenträgern) zugerechnet, während im Rahmen der Teilkostenrechnung lediglich die variablen Kosten auf die Kostenträger verteilt werden.

  5. Sowohl bei Ist- wie bei Normalkosten handelt es sich um Vergangenheitswerte. Während Istkosten jedoch tatsächlich angefallene Kosten darstellen, handelt es sich bei Normalkosten um Durchschnittswerte aus der Vergangenheit (z.B. die während der letzten 12 Monate durchschnittlich angefallenen Materialkosten).

  6. Istkosten sind Vergangenheitswerte, während es sich bei Plankosten um Zukunftswerte handelt. In die Plankosten fließen Erwartungen über zukünftige Preisentwicklungen ein.

  7. Zur Aufgabe

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